Fachschaften HGH – Variante 2

[tabs] [tab title=“Zielsetzung“]

Mit Spanisch als dritter Fremdsprache im schulischen Kontext können die Lernenden bei uns am Helmholtz-Gymnasium Heidelberg

in Bezug auf Themen

  • Informationen ĂŒber sehr verschiedene LĂ€nder und Regionen kennenlernen, darunter faszinierende Bereiche wie BiodiversitĂ€t und kulturelle Vielfalt
  • Fragestellungen mit hoher AktualitĂ€t an konkreten Beispielen bearbeiten, z.B. sozialer Wandel, Migration aus und in die spanischsprachigen LĂ€nder, Nachhaltigkeit, Öko- und Ethnotourismus, Jugendliche in vielen verschiedenen Kontexten, Umgang mit der historischen Vergangenheit, gesellschaftliche Partizipation, Wirtschaftliche Zusammenarbeit, fairer Handel, Sozialprojekte
  • Musik, Literatur, (virtuelle) Kunst und andere kulturelle Produkte kennenlernen
  • Interkulturelle Begegnungen erleben und darauf vorbereitet werden

in Bezug auf die Sprache

  • Ihre Strategien, wie sie Wortschatz und Grammatik lernen, noch einmal neu erfahren und effektiv gestalten
  • erleben, wie hilfreich die ihnen schon bekannten Sprachen sind, um eine weitere zu erschließen
  • im RĂŒckblick ihnen bekannte sprachliche Strukturen verstehen und anwenden, ggf. Strategien im Umgang mit den vorher gelernten Sprachen an ihre aktuelle Lernsituation anpassen
  • mehrsprachig und sprachvergleichend handeln und kommunizieren

Text: Ute von Kahlden

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[tab title=“Schwerpunkte“]

Das Spanische, das aus Sicht der Lernenden relativ bald „vom Blatt gelesen werden kann“, und die Tatsache allein im schulischen Kontext schon zwei (Fremd-)sprachen gelernt zu haben, im privaten ggf. noch mehr, erlaubt eine schnelle Progression, d.h. ein schnelles Voranschreiten beim Lernen. So lassen sich sehr bald auch lĂ€ngere Texte (sowohl schriftliche als auch Kurzvideos, Plakate, Lieder, etc.) sehr leicht entschlĂŒsseln. Die Kommunikation steht im Mittelpunkt, die Frage „was möchte ich sagen“ lenkt Vokabelangaben und Satzstrukturen. Viele sprachliche PhĂ€nomene mĂŒssen nicht mehr so ausfĂŒhrlich erlĂ€utert werden, da ihre Struktur bekannt ist (nahe Zukunft wie „going to future“, etc.) Statt isolierter Vokabeln kann mit lĂ€ngeren Textbausteinen gearbeitet werden, die zĂŒgig eine anspruchsvollere und korrekte Syntax erlauben. Hierbei können die Lernenden Strukturen auswĂ€hlen, die zu ihrem Sprachstil, zu ihren bereits erlernten sprachlichen Strukturen passen und diese durch wiederholte Anwendung in kommunikativen Kontexten festigen. Dieses Vorgehen fĂŒhrt hĂ€ufig zu einer Zufriedenheit auf Seiten der Lernenden, die sie motiviert, ihre eigenen Sprachlerngewohnheiten neu zu gestalten.

Im Kontext kulturbezogener Inhalt bedeutet die Begegnung mit der spanischen Sprache eine neue Öffnung auf sehr viele verschiedene kulturelle Kontexte. Die Jugendlichen lernen einerseits ĂŒber sich und Ihre Lebenswelt zu sprechen, aber in der dritten Fremdsprache stellen sie ihre eigenen Erfahrungen sehr schnell in einen transkulturellen Kontext, d.h. sie vergleichen sie mit den konkreten Erfahrungen von Jugendlichen in anderen sozialen oder kulturellen Rahmenbedingungen. Dabei lernen sie Unterschiede wahrzunehmen und zu formulieren, benennen Ähnlichkeiten oder Gemeinsamkeiten. In diesem Prozess werden hĂ€ufig die Perspektiven gewechselt und ein Blick auf die (individuellen) kulturellen IdentitĂ€ten geworfen.

Themen und Fragestellungen wechseln durchaus zwischen individueller und globaler Perspektive. Deren Behandlung erlaubt den Sprachenlernern allgemein gĂŒltige Fragestellungen wie die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, gesellschaftlichen Wandel in spanischsprachigen Kontexten zu diskutieren und ihre Ergebnisse auch auf andere kulturelle Bereiche zu ĂŒbertragen.

HĂ€ufig verbringen ehemalige Helmholtz-SchĂŒlerInnen nach dem Abitur einige Zeit in Spanien oder Lateinamerika in sozialen Projekten. Sie kommen nach ihrer RĂŒckkehr zurĂŒck ans Helmholtz und berichten den nachfolgenden Klassen von ihren Erfahrungen.

Bei uns am HGH wird all dies in folgenden Bereichen sichtbar:

  • Mehrsprachigkeit
  • Entwicklung von individueller kultureller IdentitĂ€t (Schwerpunkt im Abitur ab 2017)
  • Übernahme von Verantwortung durch die konkrete UnterstĂŒtzung eines Patenkindes in Kolumbien, das ehemalige SchĂŒlerInnen besucht haben, mit dem Mailkontakt besteht.
  • Lateinamerikanische und spanische aktuelle Filme
  • Eigene kreative Produkte erstellen

Text: Ute von Kahlden

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[tab title=“Lehrende“]

Sven Clemens (FÀcher: Französisch, Spanisch, Englisch)

Dagmar Lindtner (FĂ€cher: Englisch, Spanisch)

Irina Souza-Otto (FĂ€cher: Spanisch, Englisch, Geschichte)

Franziska Staud (FĂ€cher: Sport, Spanisch, Biologie)

Ute von Kahlden (FÀcher: Spanisch, Mathematik, Französisch)

 

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Bilder aus: https://eslovaquianews.files.wordpress.com/2015/03/mapa-de-los-pac3adses-hispanohablantes.jpg?w=605&h=449

Text und Grafik: Ute von Kahlden

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